Fragen und Antworten


Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Naturprodukt Hefe.

Was ist Hefe?

Hefe (Saccharomyces cerevisiae) ist ein lebender Zellorganismus und gehört biologisch gesehen zu den Pilzen. In einem natürlichen Vermehrungsprozess wird sie unter strengen Hygienebedingungen nach genauen Vorgaben und unter stetiger Prozesskontrolle in modernen Anlagen gezüchtet und hergestellt. Zuckerrüben-Melasse und -Dicksaft sind zusammen mit assimilierbarem Stickstoff die Hauptnährstoffe bzw. Rohstoffe der Hefe. 

Warum braucht Brot Hefe?

Hefe hat die besondere Eigenschaft, Zucker in Alkohol und Kohlensäure umzuwandeln. Die Kohlensäure wird vom Teigkleber als kleine Blasen zurückgehalten, die dem Teig den nötigen Trieb verschaffen und den Teig lockern. Während des Backens gewinnt das Brot zusätzlich an Volumen, und der eher schwere Brotteig wird durch die Bläschenbildung porös und leichter. Dadurch entstehen feine,  luftige Brote, Klein- und Süssgebäcke. Ausserdem trägt die alkoholische Gärung im Teig wesentlich zur Geschmacks- und Aromabildung bei, was speziell beim Weissbrot sehr willkommen ist.

Wer «entdeckte» die Hefe?

Der Franzose Louis Pasteur hat im Jahre 1857 mit Hilfe des Mikroskopes nachgewiesen, dass die Hefe aus lebenden Zellen besteht und welche Rolle sie im Gärungsprozess spielt. Somit hatten die Weinkelterer, Bierbrauer und Brotbäcker endlich die Erklärung, was ihnen jahrhundertelang bei ihrer Arbeit geholfen hatte – die kleine Zelle namens Hefe!

Ist Hefe gesund?

Die Hefe enthält viele für die menschliche Ernährung und Gesundheit wichtige Vitamine (B1, B2, B6), Pantothensäure, Folsäure und Spurenelemente (z. B. Zink, Magnesium, Mangan und Eisen). Etwas Hefe (ca. 10 g pro Tag) aufgelöst in lauwarmer Milch fördert das Wohlbefinden, sei gut für Haarwuchs und gegen brüchige Fingernägel (Zink). Zudem wird Hefe gerne gegen Hautunreinheiten wie Pickel oder Mitesser eingesetzt.